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Einen Hund von einer Pflegestelle adoptieren

Es muss nicht immer ein Welpe sein. Tierschutzorganisationen haben in Ländern wie z.B. Rumänien, Bulgarien oder Spanien alle Hände voll zu tun. Dort sind private und staatliche Tierheime gut gefüllt mit Tieren, die ein neues Zuhause suchen. Halb verhungerte Straßenhunde, sich selbst überlassen, vernachlässigte und oft gequälte Kreaturen, aber auch anders in Not geratene Tiere, um die sich niemand mehr ausreichend kümmert. In den staatlichen Tierheimen wird oft kurzer Prozess gemacht mit den Hunden, die nicht schnell genug vermittelt werden, sie werden getötet. In den privaten Tierheimen dürfen die Hunde immerhin meist ihren Lebensabend verbringen, aber was ist das schon im Vergleich zu einem richtigen Zuhause? Auch in Deutschland müssen jährlich aus den unterschiedlichsten Gründen Hunde an neue Menschen vermittelt werden. Die Tierschutzorganisationen arbeiten dabei mit Pflegestellen zusammen.

Was ist eine Pflegestelle

Die Suche nach einem neuen, passenden Herrchen oder Frauchen bzw. Familie beansprucht Zeit. Bis diese gefunden sind, springen Pflegestellen ein. Das sind Menschen, die sich vorübergehend um das Wohl des Hundes kümmern. Sie geben ihm ein vorübergehendes, liebevolles Zuhause mit Familienanschluss. Meist geschieht das sogar unentgeltlich. Je nach Verein oder Organisation übernimmt die Pflegestelle auch die Aufgabe, ein passendes, dauerhaftes Zuhause für die Fellnase zu finden bzw. unterstützt die Organisation in diesem Prozess z.B. durch Inserate im Internet oder Zeitschriften. Neben den Mitarbeitern der jeweiligen Organisation ist die Pflegestelle ein wichtiger Kontakt für potentielle neue Hundehalter. Sie kann Fragen zum Hund beantworten, eine Charaktereinschätzung abgeben und oft findet dort auch ein erstes Kennenlernen von Hund und Interessent statt. In den meisten Fällen wird die Pflegestelle der jeweiligen Organisation eine Empfehlung aussprechen, ob Hund und späterer Besitzer zusammenpassen.

Was sind die Aufgaben einer guten Pflegestelle

Die Historie der Hunde, die in einem Tierheim landen und später bei einer Pflegestelle untergebracht werden, kann sehr verschieden sein. Viele sind einfach durch unglückliche Umstände im Tierheim gelandet, etwa weil sich der Vorbesitzer nicht mehr oder nur noch unzureichend um den Hund kümmern konnte oder gar verstorben ist. Manch anderer Hund ist traumatisiert, weil er in einem Umfeld war, in dem er im "besten" Fall vernachlässigt und im schlimmsten Fall misshandelt oder gequält wurde. In anderen Fällen handelt es sich um Straßenhunde, die vielleicht noch nie mit Menschen zusammengelebt haben und erst recht nicht das Leben in einer Wohnung kennen. Diese Hunde sind es über längere Zeiträume gewohnt, sich im Hunderudel oder als Einzelkämpfer selbständig zu organisieren und zu überleben.

Eine der wichtigsten Aufgaben einer Pflegestelle besteht deshalb darin, dem Hund das Leben in einem Haushalt und mit Menschen (wieder) beizubringen. So hat er später einen besseren Start in seinem neuen Zuhause, als würde er direkt aus dem Tierheim kommen. Nach und nach können die Menschen der Pflegestelle Aussagen zu Sozialisierung, Verträglichkeit mit Kindern, anderen Haustieren usw. geben. Eine gute Pflegestelle testet deshalb bewusst verschiedene Alltagssituationen wie z.B. Auto fahren, Treppen steigen, alleine bleiben, damit möglichst zielgenau passende Menschen und Hunde zusammengebracht werden können.

Unabhängig von der jeweiligen Historie sollte der spätere Hundebesitzer Geduld, liebevolle Konsequenz und wenigstens ein paar grundlegende Kenntnisse in der Hundehaltung und -erziehung haben, um dem Hund ein neues, sicheres Zuhause geben zu können. Unsere Checkliste Einen Hund zu sich nehmen zeigt auf, über welche Punkte sich zukünftige Hundehalter klar sein sollten, egal ob sie einen Welpen zu sich nehmen oder einen Hund adoptieren wollen. Am Ende des Tages freuen sich alle Hunde über Liebe, gesundes Futter, Pflege und Geborgenheit und ein sicheres Zuhause.

Ablauf der Vermittlung bzw. Adoption des Hundes

Es gibt eine Reihe Vereine und Organisationen, die sich zusammen mit Pflegestellen um in Not geratene Hunde kümmern. Eine Recherche beispielsweise im Internet liefert Ergebnisse. Seriöse Organisationen stellen sicher, dass der Hund gemäß den EU-Einreisebestimmungen geimpft und gechipt wurde und mit dem europäischen Heimtierausweis zusammen mit einem Schutzvertrag an seine neue Bezugsperson abgegeben wird. Weiterhin werden die Mitarbeiter eines seriösen Vereines Kontakt mit Ihnen aufnehmen, um Sie gründlich kennenzulernen und um Ihre Fragen zu beantworten. Manchmal muss auch ein Bewerbungsbogen vom Interessenten ausgefüllt werden.

Eine seriöse Organisation wird immer mindestens einen Besuch bei Ihnen zu Hause durchführen und viele Fragen stellen. Das ist auch gut so, denn nur so kann herausgefunden werden, ob Mensch und Hund zusammenpassen. Selbstverständlich müssen sich vorab der mögliche neue Besitzer und der Hund kennenlernen. Sofern es sich einrichten lässt, wird ein Besuch bei der aktuellen Pflegestelle vereinbart. Andernfalls finden die Treffen an neutralen Orten oder bei Ihnen zu Hause statt.

Wenn Interessent und Hund zueinander passen, alle Fragen und Formalitäten geklärt und sich alle einig sind, dass der Hund sein neues Zuhause gefunden hat, dann wird der Hund zu einem vereinbarten Termin zusammen mit einem Schutzvertrag und gegen Entrichtung einer Schutzgebühr abgegeben. Mit der Schutzgebühr sollen die entstandenen Kosten für bspw. medizinische Versorgung, Impfung, Chip, Fressen, Transport usw. gegenfinanziert werden. Oft verdient die Organisation nichts mit der Schutzgebühr, es sind meist noch nicht einmal alle entstandenen Kosten dadurch gedeckt, weshalb viele auf Sepnden angewiesen sind.

Vor Übergabe des Hundes muss geklärt werden, ob der Hund mit Leine, Halsband und Geschirr übergeben wird oder ob die neue Hundefamilie diese mitbringen soll. In jedem Fall sollten Sie Wasser, Wassernapf und Hunde-Leckerchen mitbringen.

Ein seriöser Verein ist auch nach der Vermittlung für Sie da und steht besonders in der ersten Zeit weiterhin mit Ihnen in Kontakt.